Das Internet ist integraler Bestandteil unseres Alltags und wird von 80% der Österreicher genutzt. Bereits über die Hälfte der Verwender ist in den verschiedenen Sozialen Netzwerken aktiv, und diese prägen die Internetnutzung entscheidend mit: Zum Einen steigt die Zeit, die online verbracht wird, weiter an. Zum Anderen nehmen Online-Tätigkeiten, die typisch für die Verwendung von Social Media sind – wie etwa Chatten oder das Posten von Kommentaren – spürbar zu. Doch die Vielfalt der Netzwerke könnte an einem Wendepunkt stehen. Dazu Studienleiterin Sandra Cerny: „So sehr die Plattformen von der Masse leben, so sehr konzentriert sich alles zunehmend auf Facebook.“

48% der Internetnutzer haben in den letzten vier Wochen Facebook besucht. Damit legt das Netzwerk gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte zu. Alle anderen Netzwerke – wie etwa Myspace, StudiVZ, Xing etc. – liegen mit sehr deutlichem Abstand dahinter. Und ein guter Teil verzeichnet gegenüber dem Vorjahr Einbußen in der Nutzung innerhalb der letzten vier Wochen. Auch die Besuchsfrequenz innerhalb der Nutzer spricht eine klare Sprache: während Facebook immer häufiger aufgesucht wird, werden die meisten anderen Netzwerke seltener besucht. Gleichzeitig schwimmt Facebook bei der durchschnittlichen Anzahl der Kontakte gegen den Strom und kann diese als Einziger ausbauen. Nur Twitter-Nutzer können ihre, im Mittel mit 10 Followern/-ings allerdings geringe, Kontaktanzahl halten.

Die Auswirkungen dieser Dynamik zeigen sich klar in der Zufriedenheit mit den Netzwerken, die – geprägt durch immer häufigere Negativschlagzeilen – einem rückläufigen Trend unterliegt. Facebook kann als einzige Plattform das Zufriedenheitsniveau halten. Ist damit das Schicksal kleinerer Netzwerke besiegelt? Die kommenden Monate werden zeigen, welchen Plattformen es gelingt, die Nutzer mit viel Kreativität dort abzuholen, wo sie stehen.

Quelle: www.integral.co.at