Die uns von Twitter bekannten Rautenschlagwörter, die sogenannten Hashtags, halten nun auch im größten Social Network, Facebook, Einzug. Daraus ergeben sich für Unternehmen einerseits mehr Möglichkeiten hinsichtlich Reichweite, andererseits ist die Verwendung von Hashtags aber auch mit mehr Arbeit verbunden. Folgendes sollte beachtet werden:

  • Weniger ist mehr – Hashtags sollten einen Bezug zum veröffentlichten Post haben. Zusätzlich sollte recherchiert werden, wie oft das Wort bereits als Hashtag verwendet wurde.
  • Nur ein Wort – Hashtags sollten aus einem Wort bestehen #undnichtausmehreren.
  • Eingängig – Hashtags sollten leicht zu merken und eingängig sein.
  • Keywords oder Eigenkreationen – Es können entweder relevante Keywords im Text mit Hashtags versehen oder im Zuge einer Kampagne eigene Hashtags kreiert werden.

Einen eigenen Hashtag zu kreieren ist relativ einfach, es zu schaffen, ihn für den Nutzer auch mit einer speziellen Kampagne zu verbinden dafür umso schwieriger. Twitter hat dazu eine Hashtag-Hierarchie veröffentlicht, die sich durchaus auch auf Facebook übertragen lässt:

Hashtag-Hierarchie - Quelle: Twitter
Die Hashtags beziehen sich entweder auf die Marke, oder greifen Begriffe auf, die von Usern häufig verwendet werden. Das heißt, dass ein Hashtag, der nur von einer Marke benutzt, normalerweise nicht sehr erfolgreich sein wird. Große erfolgreiche Marken, wie etwa Nike mit #makeitcount oder dem allseits bekannten #justdoit, bestätigen hier natürlich die Ausnahme der Regel bzw. demonstrieren den Idealfall.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Verwendung von Hashtags:

  • Reichweite erhöhen – Durch den gezielten Einsatz von Hashtags läßt sich die Reichweite der Beiträge entscheidend verbessern.
  • Finden und gefunden werden – Hashtags funktionieren in beide Richtungen, das heißt, sie sind nicht nur für die bessere Verbreitung der eigenen Beiträge sinnvoll, sondern erleichtern auch die Suche nach anderen Beiträgen oder Themen.

Noch werden Hashtags auf Facebook-Unternehmensseiten eher zögerlich verwendet. Einerseits, weil es für den Seitenmanager einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand bedeutet und andererseits, weil Hashtags auf Facebook nur für öffentliche Beiträge und Beiträge aus dem Freundeskreis funktionieren. Zum Vergleich, auf Twitter sind alle Beiträge öffentlich zugänglich. Generell kann man sagen, dass es sicher noch etwas dauern wird bis Unternehmen das in dem Rautensymbol schlummernde Potential auch auf Facebook für sich nutzen.